New Exhibition Kunst in den öffentlichen Kleinräumen der Galerie Birswanger

:


Impression 2011-Ausstellung für Druckgrafik
im Kunsthaus Grenchen

:

Auswahl 11 im Aargauer Kunsthaus

Jahresausstellung Zentralschweizer Kunstschaffen im Kunstmuseum Luzern

.

aus der Serie Redwood wird was zu sehen sein in der Galerie Pavlov’s dog:

Passé:Varastotie 2-4
Kunstraum Aarau

Was, wenn ein Ort, bisher vor allen Blicken verborgen, plötzlich unter freiem Himmel liegt und Staub aufwirbelt? Die Ausstellung Varastotie 2-4 ist die Chronik eines Abbruchs.
Die Strasse, die der Ausstellung ihren Namen gab, befindet sich in Finnlands hohem Norden, in der im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstörten Stadt Rovaniemi.
Ausgehend von einer dort vorgefundenen, irritierend anachronistischen Situation entwirft Lorenz Schmid für den Kunstraum Aarau ein sich unter den Blicken der BesucherInnen stetig wandelndes Bild.
Anhand eigener Fotografien und unter Einbezug von Text- und Bildmaterial aus Internetforen wird die Situation von verschiedenen Seiten her beleuchtet.
Eine fotografische Dokumentation von Michael Marnin Jacobs ergänzt die Ausstellung.

Sommer 2011:
Realisierung eines Kunst und Bau - Projektes für den Neubau City Bay in Luzern

HALBKUGELWAHRHEITEN
Interaktive Installation.
Material: mobiles Fernrohr, Kamera, Datennetzwerk, Glaskugel, Bildschirm.

Diese Arbeit besteht aus zwei Elementen. Einem Fernrohr, das zu einer Kamera umgerüstet wurde und einer Glaskugel, in welche die Bilder des mobilen Fernrohrs übertragen werden, sobald jemand das Fernrohr benutzt.

Text: Fritz Balthaus

Ein zum Übertragungsmedium umgerüstetes Fernrohr, wie es üblicherweise an touristischen Aussichtspunkten steht, kann jederzeit von allen Mitarbeitenden an einen neuen Ort auf den zwei Etagen gerollt werden, indem sie eigene Standpunkte und Motive auswählen, die dann auf eine Glaskugel am Empfang im 3. Stock übertragen werden. Traditionell wurden Medien als Gefässe für Inhalte verstanden und trennten was längst zusammengehört: Medien und Inhalte, Räume und Kunstgegenstände. Mit Unterstützung Marcel Duchamps erkannte Marshall McLuhans in seinem Buch «Das Medium ist die Botschaft», auch die Interpretationsmacht des Mediums und des Kontextes. Bis dahin hatte der Inhalt wahr zu sein und ein Gefässmedium Realität zu sichern. Auch darauf spielt der Titel der Arbeit von Lorenz Schmid an: «Diese Halbkugelwahrheit soll als ironisch gebrochenes System die zunehmende Eingebundenheit der Arbeitnehmer in halbtransparente, virtuelle Netzwerke kritisch spiegeln». Indem Lorenz Schmid das im Gebäude vagabundierende Fernrohrauge elektronisch mit einer Glaskugel am Empfang vernetzt und diesen Blick von einem „objektiven“ Fernrohr auf eine „spekulative“ Wahrsagerinnenglaskugel projiziert, thematisiert der Künstler den zweifelhaften Wahrheitsgehalt beider Arten des Sehens und macht den Vorschlag zu einer umfassenden Skepsis gegenüber allem medial Wahrgenommenen und visuell behaupteten.

Fotografie Patrick Kälin
Halbkugelwahrheiten: Fotografie Patrick Kälin

Fotografie Patrick Kälin
Halbkugelwahrheiten: Fotografie Patrick Kälin